Probebegehung Doghike - 29.08.2015

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die Helden

Um am eigenen Leib zu erfahren, was den Startern des Doghikes am 02.April 2016 blüht, gehen wir: Anja mit Josch/Kimba, Sarah mit Ellie/Jasper (ich brauch ja kein Ersatzrad mehr, also wird es weitervermietet ^^) und ich, Caro mit Maxl/Boscaille die geplante Route ab. Es gibt noch ein paar unbekannte Stellen des Trails, die es zu erkunden gilt, außerdem wollen wir geeignete Plätze für die Checkpoints auskundschaften und ein kleines Filmchen über die anspruchsvolleren Streckenteile drehen. 

 

Schon Freitagabend geht es nach Ostrau, streng genommen ist es sogar schon Samstag früh, als wir unseren bewährten Biwakplatz erreichen. Wir schlüpfen schnell in die Schlafsäcke – der nächste Tag wird kein Zuckerschlecken. Die Sonne soll um 6.00 Uhr aufgehen. Der Wecker wird auf 5.00 Uhr gestellt. Die Nacht ist ruhig – diesmal steigen keine wilden Partys in der Gartenanlage nebenan.

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Als wir aufbrechen lässt der Himmel schon den Morgen erahnen. Den Abstieg zur Kirnitzsch bewältigen wir trotz Dunkelheit gut. Ein paar Wurzeln und lose Steine sind die einzigen Hürden. Das ändert sich allerdings schnell. Schon auf den ersten zwei Kilometern gibt es kleinere Kletterpassagen zu überwinden. Für die Hunde kein Problem, für die Menschen an sich auch nicht aber man hängt ja dummerweise aneinander – und das ganz wortwörtlich. Aber unsere Vierbeiner sind schwieriges Gelände gewohnt und lassen sich mit Kommandos bremsen bzw. warten bis wir voran geklettert sind.

 

Selbst Ellie, die sich bei solchen Sachen hin und wieder etwas ziert, meistert diese Abschnitte ohne größere Probleme. Die nächsten Kilometer geht es entspannt immer entlang der Kirnitzsch. Morgennebel hängt über den Flusswiesen und die Hunde haben Wild in der Nase. Wir verlassen den Fluss und nähern uns dem ersten Anstieg. Da es hier zwei Wegvarianten gibt, teilt sich unser Grüppchen auf. Sarah und Anja folgen dem einen und ich dem anderen Weg. Der Hütehund in Maxl findet es gar nicht witzig, dass sich die Gruppe teilt, doch letztlich findet er sich damit ab und trottet hintendrein. Ich begegne einem einzelnen Wanderer und das Gelände steigt sanft an. Bald schon erreiche ich den Treffpunkt, von den anderen ist noch nichts zu sehen, ihr Weg ist etwas länger. Ich und die Hunde nutzen die Zeit zu einem kleinen Frühstück. Bald spitzt Boscaille die Ohren und kündigt so das baldige Eintreffen der beiden Mädels an. Erkenntnis: beide Streckenvarianten unterscheiden sich kaum voneinander und sind mit Hunden begehbar.

Elbsandstein-Dogtrekking
in den Wolken

Wir setzen unseren Weg fort und hätten beinahe den Abzweig zum Aufstieg verpasst. Der GPS Track ist mit Outdooractive erstellt und durch die zahlreichen Klettersteige in dem Gebiet sehr ungenau. Aber wir haben auch noch eine Karte dabei, die an solchen Stellen dann weiterhilft. Auch die Markierungen der Wege sind schön eindeutig, allerdings immer nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar. Eine schmale Treppe windet sich zwischen den Felsen hindurch und bringt uns höher und höher. Die Affensteine verhüllen sich im Morgennebel. Oben angekommen befinden wir uns in den Wolken. Der Steig vor uns ist gut erkennbar, doch großartige Aussicht bietet sich nicht.

Damit man bergauf gehen kann muss man erst einmal wieder runter. Aber vor dem Abstieg machen wir das erste längere Päuschen des Tages. Inzwischen ist die Sonne rausgekommen und es wird ziemlich warm. Die Hunde dösen zwischen den Heidelbeersträuchern und wir gönnen uns ein Frühstück. Dann steigen wir ab bis Schmilka.

Weiter unten läuft der Trail ein Stück über einen Hauptweg und uns kommen zahlreiche Wanderer entgegen. Viele wollen bestimmt auch auf den Berg hoch – über die sachten Aufstiege – aber das ist nichts für uns. Wir nehmen die Hardcorevariante über den Bergpfad... 

Oben angekommen nehmen die Hunde ein Moorbad im Entengrützetümpel. Eine gute Gelegenheit auch selbst etwas zu verschnaufen. 

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Leider bietet sich einem hier oben kein besonders toller Ausblick – man muss einfach den Schildern glauben, dass man sich auf der höchsten Erhebung auf deutscher Seite des Elbsandsteingebirges befindet. Hier oben besteht auch die Möglichkeit zur Einkehr. 

 

Die nächste Etappe bringt uns durch verwunschene Schluchten und über einen traumhaften Steig dann wieder ans Wasser. Dabei passieren wir auch das Zeughaus, einer der Hauptorientierungspunkte der Region, Nationalparkstelle und Gaststätte. So sehr das kühle Radler auch lockt, wir erhören den Ruf nicht sondern folgen dem Weg ins kühle Kirnitzschtal. Die Hunde planschen im Wasser und wir holen kurz Luft. Der letzte große Anstieg des Tages steht bevor. Hier treffen wir auch wieder vereinzelt auf kleinere Wandergruppen. Als Belohnung für die Mühen können wir dann auch eine schöne Aussicht genießen.

Oben legen wir dann eine weitere Pause ein. Die Hunde haben ziemlich mit der Hitze zu kämpfen. Nachdem sich alle akklimatisiert haben, steuern wir ein weiteres unbekanntes Wegstück an. Hier führt uns der Weg zur Abwechslung mal an Wiesen und Feldern entlang. Doch schon bald sind wir wieder von Bäumen und Felsen umgeben. Gut begehbare Metallgittertreppen bringen uns durch Schluchten und einen kleinen Felstunnel sicher nach unten. Wir sind begeistert! Dieses Stück muss mit rein in den Hike und auch ins Trekking (das war zwar etwas anders geplant aber was machen schon 3 km mehr am Ende ^^)

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An der Buschmühle können sich die Hunde endlich wieder im Wasser abkühlen. Leider sind wir nicht geistesgegenwärtig genug die Wasserflaschen dort nochmal aufzufüllen. Das sollten wir später noch bereuen. 

Durch ein angenehm kühles Tal gewinnen wir langsam wieder an Höhe. Wir biegen erneut auf einen Steig ein und das Licht lässt erahnen, dass uns die Sonne nicht mehr so lange zur Verfügung steht. Eine letzte Pause und einen kleinen Aufstieg später stehen wir sozusagen am Scheideweg. Laufen wir Variante A, die etwas länger, im Tal entlang führt oder Variante B, die zwar kürzer aber technisch deutlich anspruchsvoller ist. Wir entscheiden für den Spaß – von oben hat man einfach unglaubliche Ausblicke, die Abendsonne trägt zusätzlich zur Stimmung bei. Wir verlaufen uns kurz (damit wird es zu einem echten Hike, denn was wäre ein Hike/Trekking ohne den einen oder anderen Extrakilometer? ^^). Glücklicherweise erreichen wir die letzten Treppen noch im Hellen – der Rest ist dann Geschichte. Wenn nur der Durst nicht wäre. Am Auto bekommen die Hunde dann die letzten Wasserreserven und wir halten rück zu noch kurz in Pirna an der Tankstelle. Sarah schmeißt eine Runde und teilt sich mit Anja die Rückfahrt auf. Respekt! Ich hätte nicht mehr fahren können. 

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Kommentare: 2
  • #1

    alexR (Montag, 31 August 2015 21:22)

    klasse :) freu mich schon auf den April

  • #2

    Udo (Dienstag, 01 September 2015 20:35)

    Tolle Stimmungen! 7 Monate noch zuwarten ... :(
    ;)