Ich packe meinen Rucksack... für ein Dogtrekking

Mit "Ich packe meinen Rucksack... " möchten wir eine kleine Serie in unserem Blog starten, die sich mit Equipment rund um das Thema Langstreckenwanderungen mit Hund beschäftigt.

 

Wir freuen und über Anregungen zum Thema. Was wollt ihr wissen? Kommentiert einfach wild drauf los :-) 

 

Da das Elbsandstein-Dogtrekking vor der Haustür steht und uns bezüglich Gepäck die ein oder andere Frage erreicht hat, starten wir mit:

 

Ich packe meinen Rucksack ... für ein Dogtrekking

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Alex bräuchte theoretisch einen eigenen Versorgungswagen (der Rucksack ist randvoll - mit Essen - immer!)

Bei einem Dogtrekking legt man eine lange Distanz zu Fuß zurück. Dabei ist man viele Stunden oder auch mehrere Tage unterwegs. 

 

Für das Gepäck gilt somit: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

 

Bei Wettbewerben ist eh meist eine Pflichtausrüstung vorgeschrieben, um die man nicht drumherum kommt. Je nach Gebiet, Jahreszeit/Witterung, Konstitution Mensch/Hund etc. lohnt es sich aber diese um den ein oder anderen Gegenstand zu erweitern.

 

Im alpinen Gebiet kann es beispielsweise sinnvoll sein den ein oder anderen Satz Booties mehr dabei zu haben, wenn der Hund den scharfkantigen, kalkigen Untergrund nicht gewohnt ist.

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für den Wettbewerb braucht es nicht viel

Das Pflichtgepäck

 

Das Pflichtgepäck ist zwar vorgeschrieben, aber auch da gibt es Unterschiede in der Ausführung. Es ist schon ein Unterschied ob ich mit einem 600g Sommerschlafsack losziehe oder mit dem 3,5kg Winterschlafsackmonstrum.

Gibt es ein Pflichtbiwak und das DT findet im März statt, ziehe ich persönlich das höhere Gewicht einer frostigen Nacht vor. Darf die Distanz jedoch durchgängig bewältigt werden, würde ich mich hüten den schweren Schlafsack mitzunehmen. In dem Fall nimmt man, ganz klar, die leichte Penntüte, macht die Nacht zum Tag und läuft die Strecke durch.

Aber diese Frage stellt sich eh nur bei mehrtägigen Veranstaltungen. Bei eintägigen Geschichten wie dem ESDT stehen Dinge wie Schlafsack, Isomatte, Biwaksack gar nicht zur Debatte.

Da reichen mir Snacks für Mensch und Hund, Wasser, etwas Warmes zum Überziehen und Regenjacke und natürlich das vom Veranstalter vorgeschriebene Pflichtgepäck vollkommen aus.

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die Sachen müssen einiges mitmachen, hier DAS Geröllfeld/ZDT

Die perfekte Dogtrekker-Klamotte 

 

Kurz zusammengefasst: leicht, bequem , schnell trocknend, robust sollte sie sein. Aber langsam von oben nach unten...

 

Die Kopfbedeckung:

Im Winter schützt eine Mütze vor Auskühlung. Im Sommer brauch ich eine Schirmmütze, sonst bekommt mein Gesicht in der Sonne recht schnell eine spannende Farbe. Anja gehört da zu den beneidenswerten Typen, die stattdessen braun werden....

 

Schuhe:

Zu Schuhen sag ich nichts weiter. Das ist mir jetzt zu komplex. Ob Trailrunning- oder Barfußschuh, Bergstiefel, knöchelhoch, knöchelfrei - jeder nach eigenem Geschmack. Da ist nur wichtig, dass sie gut passen und man sich auch nach vielen Kilometern noch drin wohl fühlt. Also keine neuen Schuhe! 

 

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die "Helden in Strumpfhosen"

"Obenrum":

Funktionsshirt lang- oder kurzärmelig, Fleece, Primaloft, Funktions- oder Regenjacke - hier gilt Zwiebelprinzip 

 

"Untenrum":

Hier gibt es je nach Jahreszeit kurze, lange, dicke, dünne Laufhosen (Achtung: hochgradig sexy!) von Lidl, Aldi und Co - da hab ich mich komplett von Anja überzeugen lassen.  Inzwischen hat sich der Begriff "Helden in Strumpfhosen" in unserem Dunstkreis geprägt. Die sind einfach super praktisch - trocknen durch Körperwärme und abends oder während einer längeren Pause zieht man einfach noch eine normale Hose drüber. (da ist es wieder, das Zwiebelprinzip^^)

 

Außerdem ganz, ganz wichtig - eine bequeme Unterhose - nix ist schlimmer als unterwegs zu sein und nach einiger Zeit festzustellen, dass der Schlüppi kneift :-D ...

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Bei Caro müssen die auch immer unterschiedlich farbig sein :-)

 

Dinge, die sich einfach als praktisch erwiesen haben

 

Der Kniestrumpf:

Meine Assoziation mit Kniestrümpfen sind ja erstmal gamsbarthuttragende Rentner, den Wanderstock über und über mit Erinnerungsplaketten gespickt, die in fröhlichen Gruppierungen von einer Einkehrmöglichkeit zur nächsten steuern (sorry, Kindheitstrauma).

 

Doch tatsächlich haben sie sich bei mir bewährt - besonders im Sommer trägt man sie beim Start und in den kühlen Stunden hochgerollt, das hält die Muskeln warm, wird es wärmer schoppt man sie einfach runter :-) 

Nicht schön aber egal.

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Tape:

Ein absolutes Must Have für mich, ist eine Rolle Sporttape - ob zur Blasenversorgung, Bootiereperatur, bis hin zur Stabilisierung überdehnter Bänder ist es zu gebrauchen. 

 

Ibuprofen:

Das gehört inzwischen auch unbedingt ins Erste-Hilfe-Set. Man braucht es zum Glück fast nie, aber wenn doch, ist es die absolute Rettung. Es gab leider schon ein paar Touren, die ohne echt zur Tortur geworden wären...

 

Ersatzbatterien:
Für Stirnlampe und GPS-Gerät sind auch immer dabei - zumindest in der Theorie.

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Bratlinge, Bananenpfannkuchen, doch wenn es mal wieder länger dauert (hier ZDT), kann auch der Kaffee auf der Hütte nicht schaden

Der Fotoapparat:

Wäre ja schade, wenn die einzigen Erinnerungsstücke die verblassenden Bilder im Kopf sind. Ob für die langen Tage bis zur nächsten Tour, um Freunde neidisch zu machen bzw. um sich den Satz "Naja, die Bilder sind ja ganz toll, aber die Strecken, die ihr immer zurücklegt...."  zum 100sten Mal bei Bekannten/Verwandten abzuholen (fleißig weiter nerven - infiziert sie!) oder für die Fototapete daheim - egal.

 

Das Essen

 

Hunde:

Für die vierbeinigen Teampartner haben sich Trockenfleisch/-pansen bewährt. Das ist leicht und im Rucksack gibt es keine Sauerei. Vor dem Start gibt es ein Süppchen mit etwas Trockenfutter und in jeder Pause gibt es ein kleines Häppchen - das ist unser Ritual. 

 

Menschen:

Für uns gibt es Müsli- oder Fruchtriegel, Studentenfutter und Bananenbrot. Da haben wir schon recht viel rumexperimentiert. Eine zeitlang waren Bananenpfannkuchen und Bratlinge hoch im Kurs, die wurden aber inzwischen durch Bananenbrot abgelöst. Das ist schneller hergestellt und weniger fettig sowie eine gute Kombination aus süß und salzig. Das Pausenbrot kann man sich dann auch sparen...

Ein Apfel ist auch immer gern gesehen, den kann man auch in Bewegung futtern und der Griebsch bietet noch ein Häppchen für die Vierbeiner.

 

 

Was packt ihr so in euren Koffer äh Rucksack? Wir freuen uns auf Kommentare mit euren Must Haves! Auf was wollt ihr in eurem Rucksack einfach nicht verzichten und warum?

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Kommentare: 10
  • #1

    Tanja (Mittwoch, 16 März 2016 14:31)

    Also ich hab immer einen Notfall-Biwak dabei. Ich brauchte ihn zwar erst ein einziges Mal, aber wenn ich ihn nicht dabei gehabt hätte, wäre vermutlich ein Stück meines Allerwertestens nach wie auf der Schneealpe (NÖ) festgefrorenerweise zu bewundern. :-)

  • #2

    hundwegsam (Mittwoch, 16 März 2016 14:48)

    Das wäre vielleicht eine Bereicherung für nachfolgende Wanderer gewesen! Aber stimmt, meist zwar eh vorgeschrieben, aber wenn nicht auf jeden Fall ein wichtiges Teil im Rucksack!

  • #3

    maria müller (Mittwoch, 16 März 2016 14:51)

    Mich würde jetzt mal interessieren was ein Bananenbrot ist
    Und wie man das herstellt

  • #4

    hundwegsam (Mittwoch, 16 März 2016 15:06)

    Anjas veganes Rezept folgt demnächst :-)
    In der Zwischenzeit : hier 95 verschiedene Varianten:
    http://www.chefkoch.de/rs/s0/bananenbrot/Rezepte.html

  • #5

    Bernd (Mittwoch, 16 März 2016 15:07)

    Meine Standards, unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

    Lakritze, Brötchen, Handy, GPS, Foto, Booties, Blasenpflaster, Silberfolie, Stöcke, KH-Gel, Activator, Geld, EC-Karte, Schnürsenkel, Trinkflaschen, Regenjacke, evtl. noch ein Shirt, Stirnlampe, Ersatzbatterien, TroFu, Mini-1te-Hilfe-Ausrüstung, Gamaschen, Riegel, ...

  • #6

    Nicole (Donnerstag, 17 März 2016 13:16)

    Ich habe immer einen Hirschtalgstift dabei.
    Der ist klein, leicht und lässt sich bei Mensch und Hund anwenden.

  • #7

    Anja (Freitag, 18 März 2016 22:00)

    Also das Basisrezept findet ihr hier:
    https://vegancorner.wordpress.com/2011/04/13/amerikanisches-bananenbrot/

    wobei ich allerdings Dinkelvollkornmehl verwende, den Zucker weglasse bzw selbstgemachten Vanille-Rohrzucker nehme, statt Natron einfach etwas mehr Backpulver und statt Ahornsirup Zuckerrübensirup nehme. Die Pflanzenmilch lässt sich ggf auch ohne geschmackliche Einbußen durch Wasser ersetzen.

    Hafermilch kann man aber einfach und günstig selber herstellen: Haferflocken über Nacht einweichen und den nächsten Tag mit reichlich Wasser 90 sec im Mixer auf höchster Stufe schreddern, fertig :)

  • #8

    Katinka (Dienstag, 25 Juli 2017 13:23)

    Mal eine andere Frage:
    Gibt es Empfehlungen für Hunde-Equipement? D.h. Schlafsack, Isomatte usw. Wir sind oft über Nacht draußen unterwegs und da kann es für meinen Cocker Spaniel selbst im Zelt schon mal ungemütlich werden.. Mir ist dabei wichtig, dass es leicht ist und ein kleines Packmaß besitzt. Hat irgendwer Erfahrungen damit? LG

  • #9

    Caro (Freitag, 11 August 2017 17:06)

    Den Jasper haben wir immer in eine Fleecedecke gesteckt und die oberen Enden verknotet, so lag er in einer Art Sack. Alternativ kommt der kurzhaarige Hund in den Schlafsack mit rein, bzw bekommt meine Jacke angezogen, die ich ja über Nacht nicht brauche. Als Unterlage benutze ich eine leichte Aluisomatte, da passen alle 3 Hunde drauf. :-)

  • #10

    Helga (Freitag, 27 Oktober 2017 11:30)

    Ich hab - bisher zum Glück nur vorsichtshalber - auch immer ein Schmerzmittel für Vierbeiner dabei; natürlich vom Tierarzt besorgt und mit ihm abgesprochen.